Diese Norm legt die Eigenschaften und Leistungsmerkmale pulverförmiger Produkte auf Gipsbinderbasis für Bauanwendungen fest. Sie gilt für werkseitig vorgemischte Gips-Trockenmörtel und Putze auf Gipsbasis, die von Hand oder maschinell auf Innenwände und Decken als dekorativ weiterbehandelbare Oberflächenbeschichtung aufgebracht werden, sowie für Produkte, die mit Zusatzstoffen, Zusatzmitteln, Zuschlägen oder anderen Bindemitteln formuliert sind. Sie gilt ferner für Gipsbinder, die unmittelbar auf der Baustelle verwendet oder zu Gips-Wandbauplatten, Gipsplatten, faserverstärkten Gipsplatten, Stuckelementen und Deckenelementen verarbeitet werden, sowie für Gipsmörtel für nichttragende, keiner Wassereinwirkung ausgesetzte Innenwände. Calciumsulfat, das als Bindemittel für Estriche verwendet wird, ist vom Anwendungsbereich ausgeschlossen. Die Norm legt die Referenzprüfverfahren und die Konformitätsbewertung fest. Putze, bei denen Gips das aktive Hauptbindemittel ist, fallen in den Anwendungsbereich dieser Norm; Putze, deren Hauptbindemittel Kalk ist, fallen hingegen unter EN 998-1.