Diese Norm legt die Anforderungen an werkmäßig hergestellte Mauermörtel - Versetz-, Fugen- und Nachverfugmörtel - fest, die für unverputztes oder verputztes, tragendes oder nichttragendes Mauerwerk von Wänden, Pfeilern und Trennwänden in Gebäuden und Ingenieurbauwerken bestimmt sind. Für Frischmörtel definiert sie die Leistungsmerkmale hinsichtlich der Verarbeitbarkeitszeit, des Chlorid- und Luftgehalts, der Rohdichte sowie - ausschließlich bei Dünnbettmörteln - der Korrigierbarkeitszeit. Für Festmörtel legt sie insbesondere die Druckfestigkeit, die Haftfestigkeit und die Rohdichte fest, die nach den Prüfverfahren gesonderter Europäischer Normen zu bestimmen sind. Darüber hinaus enthält sie Bestimmungen zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit (AVCP) sowie Anforderungen an die Kennzeichnung. Sie gilt für die in Abschnitt 3 definierten Mörtel, ausgenommen auf der Baustelle hergestellte Mörtel; sie kann jedoch ganz oder teilweise in Verbindung mit den für diese Mörtel geltenden nationalen Ausführungsregeln und Spezifikationen angewendet werden.