Diese Norm legt die Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten U in der Mitte von Verglasungen mit ebenen und parallelen Oberflächen fest, unabhängig davon, ob es sich um Einfach- oder Mehrfachverglasungen handelt, die aus unbeschichtetem, strukturiertem oder beschichtetem Glas sowie aus Materialien bestehen, die für langwellige Infrarotstrahlung undurchlässig sind. Ausgeschlossen sind Verglasungen mit transparenten Paneelen oder Folien für langwellige Infrarotstrahlung im Gaszwischenraum, Gase mit Absorption im Wellenlängenbereich von 5 µm bis 50 µm, Vakuumverglasungen, Sprossen, Stäbe, Randeffekte, Wärmebrücken sowie der solare Energietransfer. Die Methode dient in erster Linie dem Vergleich vertikaler Verglasungen, kann jedoch auch zur Bewertung von Wärmeverlusten und Wärmegewinnen, Kondensationserscheinungen sowie der absorbierten Sonnenstrahlung zur Bestimmung des Gesamtenergiedurchlassgrades (g-Wert) verwendet werden. Die EN ISO 10077-1 ermöglicht die Gesamtberechnung von Fenstern, Türen und Abschlüssen; die EN 674 bzw. die ISO 19916-1 gelten für Vakuumverglasungen, und die EN 12898 behandelt die Emissivität. Bei den Festlegungen wurde besonderer Wert auf Einfachheit gelegt, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen.